Ingo (fast) allein in Melle…

Da ich den Saisonstart mit dem Team Bremen10 in Hameln leider verpasst hatte, fand mein Saisonauftakt in diesem Jahr im schönen Melle statt. Melle? Ja, eine kleine Stadt im Osnabrücker Land, eingekeilt zwischen dem Wiehengebirge, dem Teutoburger Wald und der A30 und eher unauffällig.

Dieses Melle veranstaltete zum 32. Mal den „günstigsten Triathlon Deutschlands“, so zumindest der Hinweis des SC Melle 03 auf seiner Homepage. Um das Ganze denn auch so günstig wie möglich zu halten, wurde u.a. auf Transponder für die Athleten verzichtet, was aber gleichzeitig leider zu einem Verzicht der Einzel- und Wechselzeiten für die Teilnehmer führte.

Günstig dann auch die etwas abgespeckten Distanzen des Wettbewerbs. So wurde das Schwimmen im örtlichen beheizten Freibad auf 400m begrenzt, was für mich wiederum als vermeintlicher „Nichtschwimmer“ einen günstigen Vorteil brachte. Ebenso war der Fahrradkurs mit seinen 16 km keine Standarddistanz, wie man sie sonst von einem Volkstriathlon kennt, aber beim Laufen waren wir dann wieder bei 5 km, so wenigstens die Ausschreibung.

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Der Veranstaltung merkte man die Routine von 31 vorangegangen Wettbewerben deutlich an, was am reibungslosen und gut organisierten Ablauf zu erkennen war. Mit einer überschaubaren Starterzahl von 250 und ein paar zusätzlichen Staffeln war das Feld recht klein und für den Veranstalter daher gut zu überblicken.

Ich habe mich in den ersten Startblock gleich um 9h eingereiht und bin mit 35 weiteren Schwimmern ins Wasser gegangen, während sich Simone ihre Position als Fotografin am Beckenrand sicherte. So konnte ich diesen Teil mehr oder minder schnell für mich erledigen, wobei wir bei meiner Schwimmzeit mit 9:01 wohl eher bei einem Minder liegen dürften. Die Wechselzone war zwar strategisch günstig auf der naheliegenden Liegewiese aufgebaut, trotzdem habe ich mit einer Zeit von 2:07 für den ersten Wechsel zu lange gebraucht. Wahrscheinlich ist es der Hang zu Socken, der mein Verweilen in der Wechselzone beim ersten Wechsel jedes Mal hinauszögert. Aber die Vorstellung irgendwelche Gräser, Steinchen oder kleine Stöcker zwischen Laufschuh und Haut zu haben, lässt mich meiner Devise „nicht ohne meine Socken“ treu bleiben.

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So ging es dann mit frischen Socken auf den 16,6 km langen Radkurs. Hier mussten zwei Runden auf der komplett für den übrigen Verkehr gesperrten Strecke absolviert werden. Nachdem ich mich zwei Runden lang auf der mit leichten Steigungen versehenen Strecke Melle - Gesmold und zurück bemüht hatte, standen kurz vor dem zweiten Wechsel durchschnittliche 30:22 Radzeit auf der Uhr. Startnummer nach vorn und ab auf die Laufstrecke. Der Teil, wo Triathlon trotz der vorangegangen Anstrengung mir so richtig Spaß macht….Naja, je nachdem wie viel ich vorher reingepowert habe.

Die Laufstrecke führte aus dem Freibad raus, kurz wurde der örtliche Park gekreuzt und dann ging es stetig ansteigend raus aus dem Ort in Richtung Meller Berge. Landschaftlich ganz interessant, tolles Mittelgebirge-Ambiente, aber dafür mit sehr wenig Wettkampf-Atmosphäre auf der Strecke. Nur ganz vereinzelt waren neben den Streckenposten auch einige Zuschauer zu sehen oder zu hören. Das Laufen war für die Teilnehmer eher ´ne einsame Angelegenheit an dem Morgen beim günstigsten Triathlon Deutschlands. Nach guten drei Kilometern machte es die Streckenführung mir und den übrigen Aktiven leichter und wir konnten zum Bergab-Teil übergehen. Meine Laufleistung würde ich mit 22:55 zum Saisonauftakt als angemessen beschreiben und nach 5.200 Metern Laufen erreichte ich den Zielbogen und Simone mit einer Gesamtzeit von 1:05:32 auf der Uhr.

Fazit: Saisonstart einigermaßen geglückt, auch wenn ich mir im Vorfeld eine bessere Endzeit ausgerechnet hatte. Sicher beim nächsten Start, denn die Saison hat ja erst begonnen.

Ingo

Vierlanden-Triathlon 2017 oder die Hitzeschlacht am Hohendeicher See

Am 11.6. haben sich Sarah, Sven und Bernd auf den Weg zum Vierlandentriathlon südlich von Hamburg gemacht. Sarah hatte ihre 4. Sprintdistanz (500m Schwimmen – 20km Radfahren – 5km Laufen) vor Augen, Sven und Bernd waren als Starter der Mitteldistanz (2km – 82km und 20km) gemeldet. Für Bernd war es die Prämiere auf dieser Strecke. Für Sven, mit dem 2. Start in dieser Disziplin, war der diesjahrige Vierlanden-Triathlon nur eine Durchgangsveranstaltung auf dem Weg zum Ironman in Glücksburg Anfang August.

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Wie bereits in den letzten Jahren, war auch für dieses Jahr wieder ein absoluter Sommertag mit Hitze vorhergesagt. So kam es dann auch. Der Hohendeicher See hatte noch erfrischende 20 Grad, die Radstrecke direkt am Deich wurde durch den kräftigen Wind leicht runtergekühlt. Auf der Laufstrecke war dann allerdings Schluß mit angenehmen Bedingungen. Die Läuferinnen und Läufer erwarteten Bedingungen wie im Backofen. Wer die Strecke zu schnell anging oder beim Radfahren nicht genug getrunken hatte, wurde übel bestraft und so kam es zu einigen Aussteigern. Bei den Männern der Mitteldistanz erreichten nur 183 von 217 Startern das Ziel.

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Die drei Bremen-10er haben ihr Rennen aber durchgezogen. Sarah wurde mit 1:22:40 Std 13. von 129 gestarteten Frauen in der Sprintdistanz, ein traumhaftes Ergebnis! Sie wurde 6. von 29 in ihrer Altersklasse 35. Sven hat die Mitteldistanz unter 5 Stunden geschafft (4:58:24 Std) und wurde hervorragender 85. (19./37 in seiner AK 35) und ein hoch zufriedener Bernd hat bei seiner Prämiere mit 5:18:39 Std den 124. Platz belegt (21./41 in seiner AK 50).

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Auch die harten Bedingungen an diesem Wochenende konnten den Dreien also nichts anhaben und so haben sie sich nach einer kleinen Stärkung erschöpft und glücklich auf den Rückweg gemacht…. die nächsten Rennen warten schon.

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Sarah Jeschke

Der ITU-World Triathlon Hamburg am 17.07.2016

Wie in jedem Jahr suche ich nach einer besonderen Herausforderung. Ein Ziel, auf welches ich hinarbeiten kann, mich ein halbes Jahr darauf vorzubereiten und herauszufinden, ob das, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, tatsächlich so umgesetzt werden kann.

So bin ich im Januar 2016 von einem Arbeitskollegen während meines Praktikums angesprochen worden, ob wir nicht gemeinsam die olympische Distanz beim ITU World Triathlon antreten wollen. Der größte Triathlon der Welt mit über 10.000 Startern, allein knapp 5.000 olympischen Startern, eine 500m lange Wechselzone entlang der Binnenalster in der 1,5km geschwommen werden sollen, eine 40km Radstrecke über die Reeperbahn Richtung Hafen und wieder zurück sowie der 10km Lauf um die Außenalster. Das Ziel direkt im Herzen Hamburgs auf dem Rathausmarkt. Die Vorstellung Teil eines so großen Events zu sein, ist zum einen hoch brisant zugleich aber auch ziemlich einschüchternd. Schafft man die Distanz? Wie sieht es aus mit der Übersicht? Vieles was es vorzubereiten gilt.

Ende Januar wurde die Anmeldungsseite geöffnet. Keinen Tag hat es gedauert, da waren alle 10.000 Plätze weg. Und ich mit dabei.

Das Rennwochenende begann bereits am Freitag mit Packen der Ausrüstung und dem Reinigen des Rades am Samstagmorgen um dann schon am Samstagnachmittag nach Hamburg zu fahren. Meine Freundin und meine Schwester waren mit dabei. Die Startunterlagen habe ich mir direkt an der Rennstrecke geholt, während die Profi-Triathleten gerade ihren Weltcup absolvierten. Die Vorfreude war schon dort riesig. Viele, die mit mir ihre Unterlagen abholten waren angespannt und nervös, man sah ihnen aber ihre Vorfreude schon im Gesicht an.

Nach einer sehr kurzen unruhigen Nacht vor dem Rennen am Sonntag, ich bin bereits um 5 Uhr hoch, konnte ich ab 6 Uhr in die Wechselzone und mein Rad abgeben. Eine komische flirrende Stimmung unter den Teilnehmern. Es wurde wenig gesprochen, viele in ihre Vorbereitung vertieft. Eben dieses leichte Kribbeln vor einem Wettkampf, welches jeden Triathleten vorher packt. Wo ist mein Platz? Wie passen all meine Sachen dorthin? Wohin mit dem Neo, wenn ich aus dem Wasser komme? Was brauche ich, wenn ich vom Rad komme? Und vor allem, in welche Richtungen verlasse ich die Wechselzone nach dem Schwimmen oder zum Laufen? Bei einem so großen Event verliert man eben schnell die Übersicht.

In der 2. Startwelle ging ich um 7:10 Uhr ins Wasser. Die Übungen, die ich vorher mit Calle im Unisee gemacht habe, holte ich mir wieder in den Kopf. „Kurz vor Start legst du dich auf die Seite, wenn der Schuss kommt, ein harter Brustbeinschlag, und den rechten Arm über das Wasser nach vorne werfen. Die ersten 50m volles Tempo angehen und aus der Gruppe rauskommen, damit du Ruhe hast. Danach ruhiger, gleichmäßiger werden und dein Tempo finden.“

Und tatsächlich, die ersten 500m bis zur Brücke zur Außenalster waren meine. Natürlich haben mich nach und nach einige eingeholt, aber der Grundstock war gesetzt. Nach 25min war der erste Teil geschafft, die letzten Meter sind einfach großartig unter der Jungfernstiegbrücke durch zu schwimmen und direkt am Publikum, das auf den Treppen zum Rathaus saß, vorbei. Ein Wahnsinnsgefühl!

Dann die gefühlte Ewigkeit bis zum Rad laufen, Neo weg, Brille weg, Radschuhe an, weiterlaufen über die Wechselzone hoch zur Radstrecke.

Die Radstrecke entpuppte sich als ziemliche Herausforderung, da mir niemand vorher gesagt hat, dass Hamburg auch Berge hat….. und welche!! Ein Trainingslager im Harz ist vor solchen Bergen ein absolutes Muss;) 1:14 Stunden dauerten die 2 Runden à 20km über die Reeperbahn zur Elbchaussee runter zum Hafen und wieder zurück. Wieder rein in die Zone, Rad weg, Schuhe an. Langsam wird’s ganz schön warm in Hamburg. Die Laufstrecke rund um die Außenalster und zurück war dann nochmal eine ziemliche Herausforderung. Aber auch hier wieder sehr viele Zuschauer und Musik, eine gute Versorgung und doch auch ein wenig Schatten. Kurz bevor es auf die Zielgerade ging, direkt vor dem Hotel Vierjahreszeiten, waren Schilder vom ITU aufgehängt. Eines verursacht immer noch ein grinsen, wenn ich daran denke. Dort stand „UMDREHEN WÄRE JETZT AUCH DOOF!“. Ab dann nur noch Freude pur, dass auch diese olympische Distanz geschafft war und der blaue Teppich auf dem Rathausmarkt auf mich wartet.

Diese olympische Distanz habe ich absolviert in 02:38 Stunden, eine Zeit mit der man relativ zufrieden sein kann. Wichtiger war aber wieder das Gefühl, dabei gewesen zu sein und einer von 10.000 verrückten Triathleten gewesen zu sein.

Irgendwann wiederhole ich das nochmal!!

Tobias

Wasserstadt – Triathlon in Hannover-Limmer 

Heute ist nun der 2. Start der Verbandsliga.

Da dieser Termin kurzfristig verschoben wurde, sind wir froh, dass wir mit wenigstens vier Startern dabei sind. Das bedeutet aber auch… alle Vier müssen ins Ziel, sonst keine Wertung für die Verbandsliga!

...und die Vier am Start sind: Christiane Prochatzki, Stephanie Ringel, Thorben Himmelskamp, Astrid Zschaler

2017 06 Limmer

Bei schönstem Wetter starten wir am Nachmittag auf der Sprintstrecke. Los geht´s im Limmerkanal; 750m sind zu Schwimmen. Die Wasserqualität lässt zu wünschen übrig…

Es sind zwar 20 Grad im Wasser, es befinden sich dort aber auch lästige Algen…

Die 20 km Radstrecke, durch leicht hügeliges Gelände, wird von allen gut gemeistert, ebenfalls die 5 km Laufstrecke.

Wir kommen alle Vier durch die Zielgerade und sind somit in der Wertung! Ziel erreicht!

In Braunschweig, beim nächsten Ligastart, muss dann einiges wieder aufgeholt werden…

Unsere Einzelergebnisse:

Thorben Himmelskamp: 01:19:12
Stephanie Ringel:   01:24:16
Astrid Zschaler: 01:24:26
Christiane Prochatzki: 01:37:15

 Sarah Jeschke

10. Berlin Triathlon oder Sarah´s Triathlondebut - 05.06.2016

Weit weg von Familie, Freunden und anderen Fans entschied ich mich, meinen ersten Triathlon in Berlin erleben zu wollen. Die Anmeldung zum 10. Berlin-Triathlon erfolgte bereits Anfang November. Zu dem Zeitpunkt kannte ich noch nicht die tolle Triathlontruppe vom SV Bremen 10, aber die Anmeldung sollte als ständige Motivation zum Training herhalten.

Nach Monaten des Trainings inklusive Trainingslager, ging es mit einem sehr guten Gefühl am 3.6.16 endlich mit Mann und Bulli nach Berlin. Da das hier ja kein Reisebericht werden soll, wechseln wir sofort zum Sonntag 05.06.2016.

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