Der etwas andere Wettkampf zum Saisonabschluss

Einen Wettkampf der besonderen Art gab es am 18. Juni auf dem Vereinsgelände für die Kinder der Wettkampf-Mannschaften WKA und WKN der Jahrgänge 2011-2016. Üblicherweise wären die Gruppen zum Saison-Abschluss-Wettkampf nach Bruchhausen-Vilsen gefahren. Dieser Wettkampf ist  leider mit der zeitlichen Verfügbarkeit des Trainerteams kollidiert, sodass sie sich etwas Besonderes überlegt haben: Ein Aktionstag mit Team- und Einzelspielen, bei denen es um Ausdauer, Spaß, Kraft und Köpfchen ging.

Nach Kennenlernspielen und etwas Aufwärm-Übungen wurden die Sportler:innen in 3 Mannschaften mit je 6 Kindern eingeteilt. Bei den Spielen haben sie jeweils Punkte für den Gesamtsieg der Teams gesammelt. Die Spiele wurden abwechselnd durch die Teams ausgelost.

Somit hat das erste Los „Wandsitzen“ die Spiele eröffnet. Die Kinder haben lange durchgehalten: „Es ist nicht anstrengend, nur langweilig“, hieß es als Kommentar aus Richtung der Wand.

In unserer Badebucht hat uns um 14 Uhr das Hochwasser eine schöne Wasser-Pause präsentiert. Bei 30° Celsius war die Abkühlung eine willkommene Beschäftigung – auch durfte das Trinken nicht vergessen werden.

Neben toben und spielen im Wasser wurde die Weser auch als Austragungsort des nächsten Spiels genutzt: Eine Beine-Staffel in Hauptlage zur Badeinsel hin- und zurück.

Zum Abschluss wurde in der Weser Eierlaufen gespielt – statt Eiern wurden allerdings Wasserbomben benutzt.

Nachdem alle wieder trocken waren und sich mit Essen und Trinken gestärkt hatten, wurde die letzte Runde des Wettbewerbs eingeläutet. Dieses Mal mit Köpfchen:

Es gab ein Quiz, in dem es um Bremen, Schwimmen und den Verein ging. Es war schön zu sehen, wie die Zusammenarbeit in den Teams funktioniert hat. Jeder im Team wusste mal eine Antwort – und die meisten Antworten waren richtig. Das hat uns sehr gefreut!

Der erste Platz wurde prämiert! Aber natürlich sind alle mit einem Preis nach Hause gegangen.

Mit im Los-Topf waren außerdem noch mehr Spiele wie Völkerball, Brennball, Staffellauf, 3ter-Abschlag, Schlüpfen, Merk-Ball, Liegestütze und Seilspringen. Vielleicht werden die beim nächsten Mal gezogen.


City Triathlon

Was soll ich nur machen?
Diese Frage stellte ich mir immer wieder seit Beginn der Pandemie.
Ist es vernünftig an einem Wettkampf teil zu nehmen?
Halten sich alle an die Regeln?
Kann man sich überhaupt an die Regeln halten?

Der Sommer kam, die Zahlen blieben niedrig, vieles wurde gelockert. Mein Respekt Menschenmassen gegenüber sank, die Motivation stieg.
Man ist eben Sportler und will sich was beweisen. Man trainiert schließlich nicht nur zum Spaß!
In den Wintermonaten habe ich die Schwimmpause mit laufen verbracht und mich verbessert. Ein neues Rad (Zeitfahrrad) wurde Ende 2019 auch gekauft und nie richtig gefahren. Alles deutete auf Wettkampf hin, dennoch machte ich mir die Entscheidung nicht leicht. Am Ende kam zum Glück das Sportlerherz durch und ich meldete mich an, es wurde die Volksdistanz.

Eine tolle Veranstaltung, gut organisiert. Der Start erfolgte, wie so oft, aus dem Wasser nach angegebener Schwimmzeit in Gruppen à 50 Personen. Für mich hieß es also, Start in der ersten Gruppe. Es lief eigentlich ganz gut, wenn man bedenkt wie lange man nicht schwimmen konnte. Schneller geht immer! Das Radfahren lief gut, es machte trotz Gegenwind sehr viel Spaß, das Rad lag super auf der Straße. Beim Laufen war dann die Luft raus, dennoch war es besser als erwartet.
Ich bin sehr zufrieden und glücklich über die Entscheidung teilgenommen zu haben. Der Abstand konnte gut eingehalten werden oder wurde auf das nötige minimiert.
Gefreut hat mich vor allem der Support meiner Angehörigen an der Strecke und der vielen Zuschauer in Nähe der Wechselzone und des Zielbereiches, es vermittelte etwas Normalität.
Ich freue mich aufs nächste  Jahr und hoffe auf viele Wettkämpfe. Jetzt wird aber erstmal wieder mehr geschwommen, natürlich im Schwimmbad. 


“Holland” ist die geilste Stadt der Welt

Holland  ist die geilste Stadt der Welt – und vor allen Dingen dieses Wochenende 😜.

Schon vor fast einem Jahr haben wir uns beim zweitältesten Triathlon der Welt (nach Hawaii) für die Langdistanz als Staffel angemeldet.

Der Radfahrer, er war eine Woche lang knock-out und war sich noch nicht sicher, ob er antreten könne, machte sich dennoch am Donnerstag mit Rad im Gepäck auf den Weg. Er kam heil auf dem Campingplatz Waterhout in Almere an.

Am Freitag begannen wir, ich (Schwimmerin) und meine Eltern (Papa der Läufer), unseren Urlaub und folgten ihm, mit dem geliehenen Wohnmobil zum Campingplatz in Almere. Gut vorbereitet, voller Vorfreude und Hoffnung, dass der Radfahrer fit wird, kamen wir am späten Morgen an.

Angekommen wurde aufgebaut, der Radfahrer machte eine kleine Tour und auch der Läufer ging sich die Beine lockern. Die Schwimmerin legte die Beine hoch, so wie ihr Trainer es am Mittwoch nach dem Training geraten hatte.

Um 15:00 ging es zur Wettkampf-Besprechung. Anschließend wurden die Startunterlagen abgeholt und das Rad eingecheckt (das musste man machen). Wir guckten uns genau an wo gewechselt wurde und wie man im Anschlus zu seiner Strecke kommt bzw. wo der Schwimmstart ist und die Strecke verläuft. Im Anschluss ging es über die kleine, aber schöne Messe.

Am Samstagmorgen hatte das lange Warten nun endlich ein Ende. Um 7:50 Uhr machte sich Anna-Lena (ich) auf die 3,8 km Schwimmstrecke, bei kalter Luft war das Wasser mit dem Neo dann zum Glück sehr angenehm. Sie kam nach einigem Gerangel, ungewollten Bojenkontakten und einem Besuch auf einer Insel aus Seegras souverän als erste Frau (sechste gesamt) aus dem Wasser. Ziel Zeit 60 Min. erreicht! (00:59:29).

Nun war Claas dran, auf dem Rad abzuliefern. Nach einer Woche mit Magen-Darm Virus war er bis Freitag nicht sicher, ob er überhaupt starten kann. Es lief aber überraschend gut an. Ab km 100 meldete sich der Körper dann doch und die Leistung brach akut ein. Der Wind hatte auch deutlich zugenommen. Er quälte sich die nächsten 80 km bis zur Staffelübergabe durch und erreichte noch die viertbeste Radzeit und wir lagen nun auf Platz 3.

Bei der Übergabe trafen sich Ingo und Claas genau im richtigen Moment in der Wechselzone, denn niemand hatte ihn nach 4:57:01 erwartet (sein Ziel war 5h15-5h30).

Ingo wurde in der Startphase des Marathons von einem Läufer überholt. Aber wer Ingo kennt weiß, dass ihn sowas nicht aus der Ruhe bringt.

Wie ein Uhrwerk und mit immer akkurat geradem Oberkörper drehte er seine sechs Runden. Zum Glück hatte er im Sommer viel bei Hitze und Sonne trainieren müssen, sodass er genau wusste was er leisten kann und wie er sich verpflegen sollte. Gut vorbereitet wie er immer ist, stellte er seine Frau und Tochter (Anna-Lena) in die Coaching Zone und holte sich jede Runde das was er brauchte. Zwischendurch kühlte er sich mit Schwämmen. Er erlief uns schlussendlich unseren geilen zweiten Platz gesamt und ersten Platz in der Mixedwertung.

Im Ziel wurden erstmal Fotos gemacht und danach geduscht, gegessen und getrunken. Die Siegerehrung sollte erst am Sonntag stattfinden.

Am Abend gab es dann im Rahmen der Familie leckeres Essen und ein Bier.

What a day!!

Ich als Schwimmerin muss sagen, dass es mir viel Spaß gemacht hat. Doch das warten und die Ungewissheit was mit den beiden anderen auf der Strecke passiert, vor allem dem Radfahrer den man nicht sehen konnte, machte mich fertig. Im Vergleich sind die beiden anderen Strecken auch deutlich länger und es kann mehr passieren, als einem im Wasser. Zudem wurde das Wetter immer besser und die Sonne brannte was nicht so schön ist, wenn man einen Marathon laufen muss.

Für das nächste Mal merke ich mir, der Sonnenaufgang ist fies! Wenn man nach rechts atmet und links an den Bojen vorbei muss, immer kucken das man rechts noch Schwimmer sieht.

Anna-Lena