Vierlanden-Triathlon 2017 oder die Hitzeschlacht am Hohendeicher See

Am 11.6. haben sich Sarah, Sven und Bernd auf den Weg zum Vierlandentriathlon südlich von Hamburg gemacht. Sarah hatte ihre 4. Sprintdistanz (500m Schwimmen – 20km Radfahren – 5km Laufen) vor Augen, Sven und Bernd waren als Starter der Mitteldistanz (2km – 82km und 20km) gemeldet. Für Bernd war es die Prämiere auf dieser Strecke. Für Sven, mit dem 2. Start in dieser Disziplin, war der diesjahrige Vierlanden-Triathlon nur eine Durchgangsveranstaltung auf dem Weg zum Ironman in Glücksburg Anfang August.

Wie bereits in den letzten Jahren, war auch für dieses Jahr wieder ein absoluter Sommertag mit Hitze vorhergesagt. So kam es dann auch. Der Hohendeicher See hatte noch erfrischende 20 Grad, die Radstrecke direkt am Deich wurde durch den kräftigen Wind leicht runtergekühlt. Auf der Laufstrecke war dann allerdings Schluß mit angenehmen Bedingungen. Die Läuferinnen und Läufer erwarteten Bedingungen wie im Backofen. Wer die Strecke zu schnell anging oder beim Radfahren nicht genug getrunken hatte, wurde übel bestraft und so kam es zu einigen Aussteigern. Bei den Männern der Mitteldistanz erreichten nur 183 von 217 Startern das Ziel.

Die drei Bremen-10er haben ihr Rennen aber durchgezogen. Sarah wurde mit 1:22:40 Std 13. von 129 gestarteten Frauen in der Sprintdistanz, ein traumhaftes Ergebnis! Sie wurde 6. von 29 in ihrer Altersklasse 35. Sven hat die Mitteldistanz unter 5 Stunden geschafft (4:58:24 Std) und wurde hervorragender 85. (19./37 in seiner AK 35) und ein hoch zufriedener Bernd hat bei seiner Prämiere mit 5:18:39 Std den 124. Platz belegt (21./41 in seiner AK 50).

Auch die harten Bedingungen an diesem Wochenende konnten den Dreien also nichts anhaben und so haben sie sich nach einer kleinen Stärkung erschöpft und glücklich auf den Rückweg gemacht…. die nächsten Rennen warten schon.

Sarah Jeschke


Der ITU-World Triathlon Hamburg am 17.07.2016

Wie in jedem Jahr suche ich nach einer besonderen Herausforderung. Ein Ziel, auf welches ich hinarbeiten kann, mich ein halbes Jahr darauf vorzubereiten und herauszufinden, ob das, was ich mir in den Kopf gesetzt habe, tatsächlich so umgesetzt werden kann.

So bin ich im Januar 2016 von einem Arbeitskollegen während meines Praktikums angesprochen worden, ob wir nicht gemeinsam die olympische Distanz beim ITU World Triathlon antreten wollen. Der größte Triathlon der Welt mit über 10.000 Startern, allein knapp 5.000 olympischen Startern, eine 500m lange Wechselzone entlang der Binnenalster in der 1,5km geschwommen werden sollen, eine 40km Radstrecke über die Reeperbahn Richtung Hafen und wieder zurück sowie der 10km Lauf um die Außenalster. Das Ziel direkt im Herzen Hamburgs auf dem Rathausmarkt. Die Vorstellung Teil eines so großen Events zu sein, ist zum einen hoch brisant zugleich aber auch ziemlich einschüchternd. Schafft man die Distanz? Wie sieht es aus mit der Übersicht? Vieles was es vorzubereiten gilt.

Ende Januar wurde die Anmeldungsseite geöffnet. Keinen Tag hat es gedauert, da waren alle 10.000 Plätze weg. Und ich mit dabei.


Das Rennwochenende begann bereits am Freitag mit Packen der Ausrüstung und dem Reinigen des Rades am Samstagmorgen um dann schon am Samstagnachmittag nach Hamburg zu fahren. Meine Freundin und meine Schwester waren mit dabei. Die Startunterlagen habe ich mir direkt an der Rennstrecke geholt, während die Profi-Triathleten gerade ihren Weltcup absolvierten. Die Vorfreude war schon dort riesig. Viele, die mit mir ihre Unterlagen abholten waren angespannt und nervös, man sah ihnen aber ihre Vorfreude schon im Gesicht an.

Nach einer sehr kurzen unruhigen Nacht vor dem Rennen am Sonntag, ich bin bereits um 5 Uhr hoch, konnte ich ab 6 Uhr in die Wechselzone und mein Rad abgeben. Eine komische flirrende Stimmung unter den Teilnehmern. Es wurde wenig gesprochen, viele in ihre Vorbereitung vertieft. Eben dieses leichte Kribbeln vor einem Wettkampf, welches jeden Triathleten vorher packt. Wo ist mein Platz? Wie passen all meine Sachen dorthin? Wohin mit dem Neo, wenn ich aus dem Wasser komme? Was brauche ich, wenn ich vom Rad komme? Und vor allem, in welche Richtungen verlasse ich die Wechselzone nach dem Schwimmen oder zum Laufen? Bei einem so großen Event verliert man eben schnell die Übersicht.

In der 2. Startwelle ging ich um 7:10 Uhr ins Wasser. Die Übungen, die ich vorher mit Calle im Unisee gemacht habe, holte ich mir wieder in den Kopf. „Kurz vor Start legst du dich auf die Seite, wenn der Schuss kommt, ein harter Brustbeinschlag, und den rechten Arm über das Wasser nach vorne werfen. Die ersten 50m volles Tempo angehen und aus der Gruppe rauskommen, damit du Ruhe hast. Danach ruhiger, gleichmäßiger werden und dein Tempo finden.“

Und tatsächlich, die ersten 500m bis zur Brücke zur Außenalster waren meine. Natürlich haben mich nach und nach einige eingeholt, aber der Grundstock war gesetzt. Nach 25min war der erste Teil geschafft, die letzten Meter sind einfach großartig unter der Jungfernstiegbrücke durch zu schwimmen und direkt am Publikum, das auf den Treppen zum Rathaus saß, vorbei. Ein Wahnsinnsgefühl!

Dann die gefühlte Ewigkeit bis zum Rad laufen, Neo weg, Brille weg, Radschuhe an, weiterlaufen über die Wechselzone hoch zur Radstrecke.

Die Radstrecke entpuppte sich als ziemliche Herausforderung, da mir niemand vorher gesagt hat, dass Hamburg auch Berge hat….. und welche!! Ein Trainingslager im Harz ist vor solchen Bergen ein absolutes Muss;) 1:14 Stunden dauerten die 2 Runden à 20km über die Reeperbahn zur Elbchaussee runter zum Hafen und wieder zurück. Wieder rein in die Zone, Rad weg, Schuhe an. Langsam wird’s ganz schön warm in Hamburg. Die Laufstrecke rund um die Außenalster und zurück war dann nochmal eine ziemliche Herausforderung. Aber auch hier wieder sehr viele Zuschauer und Musik, eine gute Versorgung und doch auch ein wenig Schatten. Kurz bevor es auf die Zielgerade ging, direkt vor dem Hotel Vierjahreszeiten, waren Schilder vom ITU aufgehängt. Eines verursacht immer noch ein grinsen, wenn ich daran denke. Dort stand „UMDREHEN WÄRE JETZT AUCH DOOF!“. Ab dann nur noch Freude pur, dass auch diese olympische Distanz geschafft war und der blaue Teppich auf dem Rathausmarkt auf mich wartet.

Diese olympische Distanz habe ich absolviert in 02:38 Stunden, eine Zeit mit der man relativ zufrieden sein kann. Wichtiger war aber wieder das Gefühl, dabei gewesen zu sein und einer von 10.000 verrückten Triathleten gewesen zu sein.

Irgendwann wiederhole ich das nochmal!!

Tobias


1. Verbandsligastart in Hameln am 22. Mai 2016

Triathlon boomt und um der großen Nachfrage nach Team-Wettbewerben nachzukommen, gibt es seit diesem Jahr die neugegründete Verbandsliga Niedersachsen. Und wir sind dabei. In die Wertung kommen nur reine Herren- oder Damenteams.

Wir konnten beides nicht realisieren und sind daher mit einem Mix-Team gemeldet. Die ersten vier Athleten einer Mannschaft im Ziel kommen in die Wertung für die Liga.

Bei den Verbandsliga-Wettkämpfen wird generell die Sprintdistanz absolviert: 500 m Schwimmen, 20 km Rennrad und 5 km Laufen.

Erster Termin – und für die meisten auch der Saisonauftakt – war der 27. Hamelner Triathlon. Auch wegen der Teilnahme von allein 24 Herrenteams gab es 830 Meldungen und 744 Teilnehmer im Ziel. Bei sonnigen bis sehr warmen Temperaturen war der Schwimmauftakt im Freibad auf 8x50m Bahnen mit ca. 6 Schwimmern pro Bahn sehr erfrischend. Kein Zittern wegen der Kälte wie sonst so oft und auch kein Neoprenanzug.

Der Radkurs ging über 2 Runden à 10 km auf gutem Asphalt. Vor dem Wendepunkt gab es eine spürbare Steigung, danach ging es aber mit Rückenwind und „bergab“ um so schneller zurück.

Gelaufen wurden 2 Runden à 2,5 km. Zieleinlauf war im Weserbergland-Stadion, das zusammen mit dem benachbarten Südbad einen idealen Rahmen für eine Triathlonveranstaltung bildet.

Die besten Ergebnisse in unserem Team lieferten Carl-Heinz Meyer-Frese, Sven Kruse, Tobias Schröder und Bernd Meier. Sie sorgten dafür, dass das Team am Ende Platz 16 unter 24 Teams belegte.

Torben Himmelskamp, Steffi Ringel (mit für sie sehr guter Schwimmzeit), Nicole Lüderitz und Christiane Prochatzki vervollständigten das Team-Ergebnis. Es war ein tolles Gemeinschaftserlebnis mit der Erkenntnis:  Nächstes Mal wird die Sonnencreme nicht nur im Auto mitgenommen, sondern auch benutzt.

Nächster Verbandsligastart ist am 11.6.2016 in Northeim.

Christiane Prochatzki

Teammitglieder in Hameln von rechts nachlinks:

Thorben, Nicole, Tobias, Steffi, Sven, Christiane, Carl-Heinz, Bernd


10. Berlin Triathlon oder Sarah´s Triathlondebut – 05.06.2016

Weit weg von Familie, Freunden und anderen Fans entschied ich mich, meinen ersten Triathlon in Berlin erleben zu wollen. Die Anmeldung zum 10. Berlin-Triathlon erfolgte bereits Anfang November. Zu dem Zeitpunkt kannte ich noch nicht die tolle Triathlontruppe vom SV Bremen 10, aber die Anmeldung sollte als ständige Motivation zum Training herhalten.

Nach Monaten des Trainings inklusive Trainingslager, ging es mit einem sehr guten Gefühl am 3.6.16 endlich mit Mann und Bulli nach Berlin. Da das hier ja kein Reisebericht werden soll, wechseln wir sofort zum Sonntag 05.06.2016.


7:20 Uhr war Weckzeit. Jetzt fragt sich Jeder „Warum so spät?“, aber der Sprint sollte erst um 13:20 Uhr starten und deshalb reichte es vollkommen, um 10 Uhr da zu sein. Frühstück, Gangeinstellung prüfen und ab ging es zum Bus.

„Fahrräder dürfen wir im Bus nicht mitnehmen!“, sagte der Busfahrer TRI sarah Berlin und die Sprachlosigkeit von mir war nicht zu übersehen. Dackelblick… „Halten sie das Rad gut fest!“. Weiter ging´s. Noch bevor das Wettkampfgelände erreicht wurde, bekam ich von anderen Teilnehmern die Info, dass noch keine Distanz, außer die Kinder, starten konnten, weil die Radstrecke noch mit Autos voll ist. Trotz der Verschiebungen war die Atmosphäre entspannt, Jeder quatschte mit Jedem und ich konnte mir alles genau anschauen. Schnell bekam ich auch die Information, dass ohne Neo geschwommen wird. Bei Wassertemperaturen über 22 Grad ist der wohl nicht nötig. „Hoffentlich gehe ich nicht unter!“, aber „verkacken“ durfte ich nicht…KLARE ANSAGE vom Team in Bremen ;o)

Zeitlos trudelte ich in der Zuschauerzone beim Schwimmausstieg herum, schaute den Startern der olympischen Distanz zu und brachte irgendwann mein Rad weg. STAU… Ich musste etwas anstehen im Wald auf dem Weg in die Wechselzone, aber das bedeutete lockeres Quatschen mit Anderen.

In der Wechselzone alles hingestellt und im letzten Moment noch daran gedacht, dass die Startnummer auch hingelegt werden muss. Ich bin natürlich noch alle Wechselwege abgegangen. Ich habe alle Tipps aus Bremen mitgenommen und umgesetzt, außer einen.

Irgendwann war dann die Wettkampfbesprechung. „Wir müssen noch weitere 15 Minuten warten. Die Wetterlage hat sich verändert und ein Gewitter ist im Anmarsch.“ PANIK… Droht eine Absage des Wettkampfes?? So kurz vorm ersten Wettkampf eventuell eine Absage???

Alles gut und auf einmal hieß es, ab zum Schwimmstart. Einschwimmzeit war nicht wirklich viel, aber was soll ich mich noch zusätzlich auspowern ;o) Der Weg zur Startlinie des Schwimmstarts ging über eine kleine Treppe und die war für viele ein Hindernis, sodass ich auf einmal in der ersten Reihe an der Linie mich befand. Das wollte ich nicht, aber nach hinten ging nicht mehr. Na gut, also hatte ich einen Rat nicht so richtig befolgt und startete aus der ersten Reihe.

Das Schwimmen in der Spree war ein ständiges Zick-Zack-Schwimmen und auch die Optimallinie hielt ich nicht mal ansatzweise. Ich musste immer wieder hochschauen, um mich zu orientieren. Das vergaß ich dreimal und dreimal schwamm ich in die große weite Spree hinaus! Sorry Trainer ;o)

Auf der Radstrecke und beim Laufen war alles voll gutTRI sarah Berlin2. Der Weg zum Radwechsel war etwas länger, aber aus dem Wasser raus lief alles prima! Helm auf, zu machen, Fahrrad schnappen und weg. Die Schuhe habe ich voll professionell auf dem Rad angezogen. Nach den 5 flotten Runden hieß es auf dem Rad raus aus den Schuhen, abbremsen, Rad abstellen, Helm ab, rein in die Schuhe und mal eben in 3:45/km durch die Wechselzone. Das Laufen war dann halt nur noch das I-Tüpfelchen, aber das ging flott. Warm war es, aber an der Verpflegungsstelle hielt ich natürlich nicht an. Wasser über den Kopf und weiter.

„Oh, da ist ja der rote Teppich!“ und schwupps war ich im Ziel. Glücklich, zufrieden und heil! Eigentlich habe ich alles gegeben, aber Schmerzen hatte ich anschließend keine. Muss man die haben?

So, also Debut geglücktTRI sarah Berlin3 und für die Zahlenfetischisten: Ich bin 288. von 631, 46. Frau von 192, in der Ak35 bin ich 8. von 32 und das alles mit einer Zeit von 1:27:24 (SWIM 0:20:02 BIKE 0:41:58 (inkl. beider Wechsel) RUN 0:25:24).

Sarah Jeschke

Anmerkung des Trainers:

Sarah ist neu in unserer Abteilung. Sie hängt sich aber richtig rein und ärgert sich über die kleinen Rückschläge, schlechte Zeiten und die manchmal bissigen Kommentare von mir.

Eine tolle Leistung für das erste Mal.


Trainingslager im Harz 04.05. – 08.05. 2016 , St. Andreasberg, Jangstl Inn

Am Schönsten ist es, wenn der Schmerz nachlässt oder

–          Bernd, hast du deinen Helm auf?

–          Christian, ist der Akku geladen?

–          Thorben, bist du eingecremt?

Sarah Jeschke und Stephani Ringel


6. Weyher Duathlon

Am 24. April 2016 fand der 6. Weyher Duathlon statt. Was sollen Triathleten da? Astrid und Sarah wollten die Chance nutzen, dieses notwendige Wechseln zu üben. Da immer gesagt wird, dass Triathlon aus 4 Teilen besteht – schwimmen, Rad fahren, laufen und die beiden Wechsel – ist es auch wichtig, das zu üben.

Also trafen die Beiden am besagten 24. April um 9.15 Uhr an der Turnhalle in Weyhe ein. Dicht gefolgt von dieser Nervosität, stellten Astrid und Sarah ihre Räder in die dafür vorgesehenen Holzhalter, legten noch die Allwetterkleidung dazu, Helm und Brille. Die Allwetterkleidung hatten wir wegen der Prognosen mit, aber die Sonne schien. Die Starter der Jugendklassen waren bei schönstem Wetter im Wettkampf gut beschäftigt.

In der warmen Turnhalle zurück, trafen wir den nachgemeldeten Seppl. Aus dem Dienst, direkt auf den Platz! Astrid und Sarah bekamen auch noch den netten Hinweis, dass sich unbedingt vor dem Wettkampf etwas warmgelaufen werden muss. Na gut…. Hin und her bei strahlendem Sonnenschein.

Vor dem Start erhielten wir noch die letzten Informationen bei der Wettkampfbesprechung. Um 11:10 Uhr startete Astrid im Sprintduathlon und ich 5 Minuten später im Volksduathlon. Die Distanzen sind gleich, aber ohne Startpass ist es bei Sarah halt die Volksdistanz. Also los geht’s… Hatten wir nicht vom Wetter gesprochen? Sonne? Pünktlich zum Start trafen die Prognosen ein und alle Teilnehmer hatten das Vergnügen mit Wind, Regen und… Hagel klar zu kommen. Die ersten 2 Runden Laufen waren somit schon sehr feucht. Die bereit gelegten Jacken wurden dann auch angezogen. Mit den Klickschuhen an den Füßen watschelten die Beiden sehr galant zur Radstartlinie und machten das Beste aus dem Wetter.

Die 21 Kilometer auf dem Rad waren hart, nass und windig, aber anschließend liefen die Beiden noch eine Runde im Hagel, …. und fertig !

Ingo traf auch noch zum Anfeuern rechtzeitig zur letzten Runde ein. Im Ziel angekommen war Seppl natürlich schon bereit zur Siegerehrung und Astrid und Sarah waren sehr happy über diesen gigantischen Wettkampf mit den gigantischen Wetterkapriolen.

Bis zum nächsten Jahr

Sarah Jeschke