10. Berlin Triathlon oder Sarah´s Triathlondebut - 05.06.2016

Weit weg von Familie, Freunden und anderen Fans entschied ich mich, meinen ersten Triathlon in Berlin erleben zu wollen. Die Anmeldung zum 10. Berlin-Triathlon erfolgte bereits Anfang November. Zu dem Zeitpunkt kannte ich noch nicht die tolle Triathlontruppe vom SV Bremen 10, aber die Anmeldung sollte als ständige Motivation zum Training herhalten.

Nach Monaten des Trainings inklusive Trainingslager, ging es mit einem sehr guten Gefühl am 3.6.16 endlich mit Mann und Bulli nach Berlin. Da das hier ja kein Reisebericht werden soll, wechseln wir sofort zum Sonntag 05.06.2016.

7:20 Uhr war Weckzeit. Jetzt fragt sich Jeder „Warum so spät?“, aber der Sprint sollte erst um 13:20 Uhr starten und deshalb reichte es vollkommen, um 10 Uhr da zu sein. Frühstück, Gangeinstellung prüfen und ab ging es zum Bus.

„Fahrräder dürfen wir im Bus nicht mitnehmen!“, sagte der Busfahrer TRI sarah Berlinund die Sprachlosigkeit von mir war nicht zu übersehen. Dackelblick... „Halten sie das Rad gut fest!“. Weiter ging´s. Noch bevor das Wettkampfgelände erreicht wurde, bekam ich von anderen Teilnehmern die Info, dass noch keine Distanz, außer die Kinder, starten konnten, weil die Radstrecke noch mit Autos voll ist. Trotz der Verschiebungen war die Atmosphäre entspannt, Jeder quatschte mit Jedem und ich konnte mir alles genau anschauen. Schnell bekam ich auch die Information, dass ohne Neo geschwommen wird. Bei Wassertemperaturen über 22 Grad ist der wohl nicht nötig. „Hoffentlich gehe ich nicht unter!“, aber „verkacken“ durfte ich nicht...KLARE ANSAGE vom Team in Bremen ;o)

Zeitlos trudelte ich in der Zuschauerzone beim Schwimmausstieg herum, schaute den Startern der olympischen Distanz zu und brachte irgendwann mein Rad weg. STAU... Ich musste etwas anstehen im Wald auf dem Weg in die Wechselzone, aber das bedeutete lockeres Quatschen mit Anderen.

In der Wechselzone alles hingestellt und im letzten Moment noch daran gedacht, dass die Startnummer auch hingelegt werden muss. Ich bin natürlich noch alle Wechselwege abgegangen. Ich habe alle Tipps aus Bremen mitgenommen und umgesetzt, außer einen.

Irgendwann war dann die Wettkampfbesprechung. „Wir müssen noch weitere 15 Minuten warten. Die Wetterlage hat sich verändert und ein Gewitter ist im Anmarsch.“ PANIK... Droht eine Absage des Wettkampfes?? So kurz vorm ersten Wettkampf eventuell eine Absage???

Alles gut und auf einmal hieß es, ab zum Schwimmstart. Einschwimmzeit war nicht wirklich viel, aber was soll ich mich noch zusätzlich auspowern ;o) Der Weg zur Startlinie des Schwimmstarts ging über eine kleine Treppe und die war für viele ein Hindernis, sodass ich auf einmal in der ersten Reihe an der Linie mich befand. Das wollte ich nicht, aber nach hinten ging nicht mehr. Na gut, also hatte ich einen Rat nicht so richtig befolgt und startete aus der ersten Reihe.

Das Schwimmen in der Spree war ein ständiges Zick-Zack-Schwimmen und auch die Optimallinie hielt ich nicht mal ansatzweise. Ich musste immer wieder hochschauen, um mich zu orientieren. Das vergaß ich dreimal und dreimal schwamm ich in die große weite Spree hinaus! Sorry Trainer ;o)

Auf der Radstrecke und beim Laufen war alles voll gutTRI sarah Berlin2. Der Weg zum Radwechsel war etwas länger, aber aus dem Wasser raus lief alles prima! Helm auf, zu machen, Fahrrad schnappen und weg. Die Schuhe habe ich voll professionell auf dem Rad angezogen. Nach den 5 flotten Runden hieß es auf dem Rad raus aus den Schuhen, abbremsen, Rad abstellen, Helm ab, rein in die Schuhe und mal eben in 3:45/km durch die Wechselzone. Das Laufen war dann halt nur noch das I-Tüpfelchen, aber das ging flott. Warm war es, aber an der Verpflegungsstelle hielt ich natürlich nicht an. Wasser über den Kopf und weiter.

„Oh, da ist ja der rote Teppich!“ und schwupps war ich im Ziel. Glücklich, zufrieden und heil! Eigentlich habe ich alles gegeben, aber Schmerzen hatte ich anschließend keine. Muss man die haben?

So, also Debut geglücktTRI sarah Berlin3 und für die Zahlenfetischisten: Ich bin 288. von 631, 46. Frau von 192, in der Ak35 bin ich 8. von 32 und das alles mit einer Zeit von 1:27:24 (SWIM 0:20:02 BIKE 0:41:58 (inkl. beider Wechsel) RUN 0:25:24).

Sarah Jeschke

 

 

Anmerkung des Trainers:

Sarah ist neu in unserer Abteilung. Sie hängt sich aber richtig rein und ärgert sich über die kleinen Rückschläge, schlechte Zeiten und die manchmal bissigen Kommentare von mir.

Eine tolle Leistung für das erste Mal.